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Straßenlauf als Familienausflug Halbmarathon: Die meisten der 570 Teilnehmer kennen
sich, nutzen die Strecke zum Plaudern
Von Hans Kall
Hausbruch - Im Sommer lebt Uwe Borsdorf (34) in Portugal in der Einsamkeit, fernab der Zivilisation ohne Strom und fließend Wasser. Im Winter kehrt der einstige Topläufer der LG Wedel-Pinneberg für ein paar Wochen aus Parada zurück. Und dann beweist der frühere Harburger seinen ehemaligen Weggefährten, dass er das Laufen nicht verlernt hat. Beim traditionellen Süderelbe-Halbmarathon der LG HNF durch das Alte Land zeigte der "Einsiedler" der Konkurrenz die Hacken, legte in 1:09,51 Stunden eine fantastische Zeit hin. Der für "G.D.3 Santos P. Parada" startende Borsdorf hatte sich nach zwei Kilometern abgesetzt und einen Vorsprung von knapp sechs Minuten auf Thomas Hansen (Germania Schnelsen) und Peter Smolinski (Buxtehuder SV) herausgelaufen.
570 Teilnehmer beendeten bei bestem Laufwetter die Wettkampfsaison. "Wir sind mehr als zufrieden", sagte Organisator André Schepanski, zumal viele Aktive schon ihre Saison beendet haben. Sieger Uwe Borsdorf störte
sich auch nicht an dem starken Wind, der den Aktiven auf dem Hinweg zur Wendemarke in Rübke enmtgegenblies. Der Wind gehört schon traditionell zum Halbmarathon dazu. Genau wie der familiäre Charakter dieser Laufveranstaltung.
"Ungefähr 400 Läufer kommen regelmäßig", schätzt André Schepanski, der mit 60 Helfern für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Ein häufiges Bild beim Straßenlauf: Die Teilnehmer nutzten die drei Strecken (Halbmarathon,
fünf und zehn Kilometern) zum Plaudern. Die Verantwortlichen der LG HNF sind mit ihren Gedanken längst beim 24-Stunden-Lauf im Mai 2004. Gerda Schröder aus Quickborn inspizierte jetzt die Strecke am Gymnasium Süderelbe und
gab Tipps. Zum Mitlaufen des Halbmarathons konnte sie nicht überredet werden. "Das ist mir zu kurz", lehnte die Extremläuferin ab, die beim 24-Stunden-Lauf ihren 75. Geburtstag auf der Strecke feiern will.
ERGEBNISSE
Halbmarathon: 1. Uwe Borsdorf (G.D.3 Santos P. Parada) 1:09,51 Std.; 2. Thomas Hansen (Germania Schnelsen) 1:15,40 Std., 3. Peter Smolinski (Buxtehuder SV) 1:16,59 Std., 4. Gerrit Lubitz (Bremen)
1:17,49 Std., 5. Mathias Thiessen (LG HNF) 1:19,26 Std.; Frauen: 19. Silke Gielen (Harburger SC) 1:25,49 Std., 45. Stephanie Kroß (LG HNF) 1:33,38 Std., 46. Monika Belau (HSC) 1:33,54 Std., 65. Frieda Harms (LG HNF)
1:36,29 Std., 95. Ingrid Schmitz-Aha (TS Harburg) 1:41,25 Std., 97. Irmtraut König (HSC) 1:41,37 Std.; 5 km: 1. Manfred Hartz (BSG DAK) 17:06 min., 2. Daniel Ahlers (Hamburg) 17:21 min., 3. Ahmad Askarzada (HH) 17:56
min., 4. Thomas Geis (Buchholz) 19:17 min.; Frauen: 8. Beatrice Probst (Walddörfer SV) 20:52 min., 20. Claudia Rudat (HH) 23:45 min., 21. Kira John (HTB) 24:05 min., 25. Svenja Karstens (HH) 25:10 min.;
10 km
: 1. Sebastian Lüning (Bremen) 34:32 min., 2. Florian Thönnessen (GW Holten) 35:38 min., 3. Danny Mettke (HH) 35:55 min., 4. Christian Hartwig (SSC Hanau-Rodenbach) 35:56 min., 5. Jan-Hendrik Brouwer (TuS Finkenwerder)
36:53 min.; Frauen: 15. Liliana Hünerberg (TSG Bergedorf) 39:36 min., 23. Christine Schuster (Kiel) 40:39 min., 39. Lesley Seiler (LG HNF) 44:50 min., 44. Sabine Parge (BSG Deutsche Telekom) 45:25 min., 53. Stefanie Timm
(LG HNF) 46:40 min.; 5-km Walking: 1. Petter Forbech (Hamburg) 27:56 min., 2. Bode Busch (Elmshorn) 30:07 min., 3. Ulrike Winkelmann (TV Schweiburg) 34:29 min., 4. Günter Vaut (LG HNF) 41:16 min.
erschienen am 4. Nov 2003 in Harburg
570 Teilnehmer am Start
Harburg (top). Heftiger Gegenwind blies den Teilnehmern des von der LG HNF veranstalteten 28. Süderelbe-Halbmarathons
auf dem ersten Teil der Strecke ins Gesicht. Vom Startpunkt in der Francoper Straße bis zur Wende in Rübke mussten die Läufer gegen die Naturgewalt anrennen. Zur Belohnung schob der Wind dann auf der zweiten Hälfte die Athleten
an. Am besten kam mit diesen Bedingungen Uwe Borsdorf zurecht. Bereits nach zwei Kilometern hatte er sich deutlich vom Feld abgesetzt. Am Ende kam der für den portugiesischen G.D.3 Santos P. Parada startende Läufer mit
1:09:51 Stunden ins Ziel - der Nächstbeste, Thomas Hansen vom TuS Germania Schnelsen, hatte 5:49 Minuten Rückstand. Bei den Frauen siegte Silke Gielen (HSC, 1:25:49). Für Matthias Thiessen, Leiter der Laufabteilung und
ebenfalls Teilnehmer an der Veranstaltung, ist gerade der Wind ein reizvolles Element. "Das ist ja bei uns schon traditionell so, dass es aus Richtung Rübke weht." So sei von den Läufern stets ein hohes Maß an
taktischem Geschick gefragt. "Auf dem Hinweg muss man sich eine Gruppe suchen, die ein ähnliches Tempo drauf hat und in deren Windschatten man vorankommt. Auf dem Rückweg kann man dann mit Hilfe des Rückenwindes so richtig
loslegen." 570 Teilnehmer waren an den Start gegangen. "Eine gute Bilanz, wenn man bedenkt, dass Viele die Wettkampfsaison schon beendet haben", freute sich Organisator Andre Schepanski. Auch über zehn und
fünf Kilometer konnten die Läufer ihre Kräfte messen. In der Zehn-Kilometer-Konkurrenz der Männer entschied Sebastian Lüning von der LG Bremen-Nord das Rennen für sich. Bei den Frauen siegte Liliana Hünerberg (TSG Bergedorf).
(HAN, 04.11.2003)
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